Therapiemöglichkeiten beim Asperger Syndrom

Ziel einer geeigneten Therapie muss es sein, eine positive Entwicklung zu ermöglichen und eventuelle Behinderungen zu vermeiden. Besonders wichtig ist es, nicht eine Therapiemethode zu bevorzugen, sondern sie individuell auf den Menschen mit Asperger Syndrom abzustimmen. Manchmal ist es sinnvoll, mehrere Methoden zu kombinieren. So kann man z. B. Medikamentengabe mit einer pädagogisch-psychologischen Behandlung verbinden. Ziel pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen soll es sein, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu schaffen, beim Kind selbst anzusetzen, aber auch Handlungsfreiräume gestalten. Wegen der Vielfalt der Störungen ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit wünschenswert, das Ziel immer, beim Kind anzusetzen und die individuellen Möglichkeiten zu berücksichtigen.

Folgende Fähigkeiten sollten gefördert werden:

  • soziale Kompetenzen
  • kommunikative Kompetenzen
  • Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten
  • Schulung einer umfassenderen Wahrnehmung
  • Verständnis für soziale Zusammenhänge



Am Beginn einer Therapie ist es wichtig, das Kind selbst und seine Eltern in ihrem Umfeld nach möglichen Lösungen zu befragen. Alle Betroffenen muss der Sinn der Behandlung transparent sein. Im Blickpunkt sollte stehen, dass sich der Betroffene und auch dessen Eltern mit der Behandlung wohl fühlen. Für Eltern ist es wichtig, dass sie einerseits die allgemeine Symptomatik kennen lernen und andererseits ihr eigenes, individuelles Kind im Blick haben, um dieses im Alltag bestmöglich unterstützen zu können. Eine solche Maßnahme kann sein, Weglaufen und sozialen Rückzug als Form der Kontrolle zu akzeptieren. Wenn man ihnen diesen Rückzug lässt, mildern sich stressreiche Situationen im sozialen Kontext.

Wenn ein Kind erst einmal bemerkt, dass es anders ist als seine Altersgenossen, wird es versuchen, die Unterschiede zu kompensieren. Das kann z. B. in Form von Schuld- oder Minderwertigkeitsgefühlen geschehen oder sie schaffen sich eine imaginäre Welt, in der sie die Helden sind. Auch Arroganz kann eine solche Strategie sein oder Nachahmung.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die Ergotherapie. Daneben gibt es noch das Training sozialer Kompetenzen. Ganz wichtig ist es herauszustellen, dass Asperger zwar eine Störung ist, aber keine Krankheit. Es ist wichtig, dass diese Menschen sich in ihrer Andersartigkeit annehmen lernen und lernen, sie zu akzeptieren.